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In den Chefetagen der großen Tech-Unternehmen wird sich Douglass Rushkoff mit seinem Buch keine Sympathien verschafft haben. Er erzählt von „reichen Preppern, die von Bunkern für den Weltuntergang träumen“ und legt offen, welche im Grunde menschenverachtenden Praktiken hinter den Geschäftsmodellen jener Milliardäre stehen, die sich als Visionäre, als Retter der Welt, des Klimas und der gesamten Menschheit aufspielen.

Galt das Internet anfangs noch als der große Gleichmacher, der Hoffnungen auf eine freiere und gerechtere Welt weckte, wurde es später als Geschäftsmodell okkupiert, vom dem nur einige Wenige profitieren. Rushkoffs Buch ist eine Abrechnung mit jenen, die soziale Medien, weltumspannende Online-Märkte und „Zukunftstechnologien“ geschaffen haben, die in Wirklichkeit aber soziales Leben, gewachsene Märkte und unsere Lebensgrundlagen massiv beschädigen und Menschen voneinander entfremden.

Kenntnisreich, analytisch und mit Humor und leisem Spott teilt Rushkoff aber nicht nur aus, sondern hinterfragt auch sein und damit unser Konsumverhalten. Damit wird sein Buch zu einem Plädoyer für Zusammenhalt, Gerechtigkeit und den Erhalt eines lebenswerten Planeten.